Die 50er und 60er Jahre

Nach kölschem Vorbild wurde in den folgenden Jahren mehr vorbereitet, mehr Möhnen geworben und schon bald feierte man auf der Kegelbahn, weil dort mehr Platz war. Die Sicht war natürlich für diejenigen, die hinten saßen miserabel aber man löste dieses Problem einfach, in dem sich bei den Auftritten vorne alles„knubbelte“ und längere Pausen nötig waren um wieder genussvoll die so lang entbehrte Tasse Kaffee zu trinken.

Schon 1949 nahmen die Möhnen als „Eingeborene aus Trizonesien“am Karnevalszug in Erpel mit einem Wagen teil !!! Inzwischen beteiligten sich aktiv so viele Heisterer Frauen, dass ein Elferrat gebildet werden konnte. Die einen gehörten viele Jahre dazu - andere wiederum nur kurze Zeit.

Unvergessene Namen der folgenden Jahre :

Die bis heute aktive LISBETH ENGELS

AGNES(MÜTT) SCHÜTZEICHEL
MARIA LÖHR
LENCHEN und CHRISTEL geb. ENGELS

KATHI SEITZ
CHRISTEL EICH
KÄTHE SCHOPP geb. KRUPP

BETTI geb. GÖTTE

MARIA FUCHS
BARBARA KLOOS  und

GRETCHEN SCHLEIDEN, die schon bald zur 2. Obermöhn gewählt wurde.

In diesen 50iger Jahren gingen auch schon 2  Jungmöhnen in die Bütt : MAGDALENA STOLLE und BARBARA DUNG.

Ein unermüdlicher, wertvoller Helfer für die Möhnen war JOSEF ENGELS. Er machte wirklich alles: er  baute die Bühne in der inzwischen vergrößerten Gaststätte Stuch, zusammen mit den Möhnen fand er Motive für Kostüm und Wagen und baute dann auch diesen Wagen — meist alleine ! Er schminkte die Möhnen für ihre Auftritte, bastelte aus fast“ nichts“ verschiedenste Requisiten und ging auch noch in die Bütt. Dabei war er so sparsam, weil er wusste, dass die Möhnen nur von den großzügigen Spenden ihrer Heisterer Mitbürger existieren konnet—er klopfte sogar krumme Nägel wieder gerade !!!

Immer wieder fanden sich auch Musiker,die die Stimmung anheizten-u.a. auch HEINZ WALLEK mit seiner „Quetsch“. Für die musikalische Unterstützung bei Gesangsauftritten war auch LEO FUCHS immer bereit.

Schon seit den ersten Jahren ziehn die Möhnen am frühen Morgen„ihres Tages“ zum Wecken durch Heister. Die ein oder andere Mitbürgerin belohnt dieses Spektakel mit einem gern angenommenen Schnäpschen oder Likörchen. Danach gibt es bei einer Möhn daheim ein ausgiebiges Frühstück, wozu seit nun fast 50 Jahren wie selbstverständlich von der Bäckerei Hamacher gestiftete Brötchen vor der Tür liegen- das dazugehörige Schwarzbrot kommt von der Bäckerei Harth und alles schmeckt doppelt so gut wie daheim.

Die treuesten Fans und Helfer der Möhnen waren und sind die Ehemänner- sie sind auch immer für eine Überraschung gut.

Erwähnt werden muß noch ,dass auch die später in Unkel , damals in Heister wohnende rührige LORE WALDBRÖHL, hier mit ihrer karnevalistischen Aktivität begann: heimlich hatte sie für die kleinen Töchter der Möhnen und ihre Mädchen reizende Möhnenkostümchen genäht und einen Tanz einstudiert- ihr Sohn FRANZ war als erster Kinderprinz aus Heister dabei und der Jubel war groß---diese Überraschung war ihr gelungen !

Nachdem auch in Unkel intensiver Karneval gefeiert wurde und ein Rosenmontagszug lief, mussten die drei in Unkel wohnenden Möhnen große Überzeugungsarbeit leisten, weil sie nicht nur in Erpel, sondern auch gerne in Unkel am Zug teilnehmen wollten.

1966 war es dann soweit: 1. Teilnahme-jedoch nicht mit dem schönen Wagen:“ Teufels Sitz im Herrenwitz“(Erpels letzter Wein)-nur im Möhnenkostüm-aber 1967 als Matrosenseiner Tollität Prinz TONI HIRZMANN aus Heister mit dem Boot „HEISTILLA“ Seitdem ist die Teilnahme an den Zügen in Erpel UND Unkel selbstverständlich.

Die Zusammengehörigkeit der Möhnen wurde und wird immer wieder gestärkt durch die monatlichen “Möhnenabende“ und Ausflüge.

 

 

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