Die Jahre 1970-1996

Karneval bleibt so das ganze Jahr über im Gespräch. Für den Zusammenhalt ist es ein Vorteil, eine kleine Gruppe zu sein -die Arbeit kann allerdings auch nur auf wenige Schultern verteilt werden, was dann wiederum ein Nachteil ist.

Wegen des Todes von Ehemann Peter Schleiden, war es Obermöhn GRETCHEN nicht möglich 1976 zu agieren---MARIANNE NUßBAUM sollte sie in diesem Jahr vertreten.

Fassungslos mussten wir dann noch im September des gleichen Jahres den Tod unserer Obermöhn verkraften.

Da MARIANNE den Test bestanden hatte, wurde sie 1977 Einstimmig zur neuen Obermöhn gewählt !

1979= 3X11 Jahre Heisterer Möhnen-wurde mit tollem Programm gefeiert. Die Möhnen und ihre Männer boten mit dem Bläck-Fööß Schlager „Buure Danz“ eine Hochzeitsgesellschaft der Jahrhundertwende dar-einmalig in den Kostümen und Ausstattung. Höhepunkt war allerdings das „HMM“= Heisterer-Möhnen-Männerballett--leider eine einmalige Darbietung.

Ein weiterer Schlag traf uns 1981 : Hotel Stuch schloß und wir hatten keinen Raum zum Feiern mehr ! Wie oft hatten wir über die sichthemmenden Pfeiler gemurrt und Ärger unserer Gäste wegen der Plätze gehabt --- aber gar kein Raum ---was nun ?

Es gab Meinungsverschiedenheiten bei den Möhnen : die einen sahen den Ausweg in der Golfklause-die anderen wollten nicht über die B 42 hinaus - das hieße weg von Heister. Folglich fiel zum ersten Mal im Jahre 1982 die Weiberfastnachts-Kaffeeklatschsitzung aus.

EIN TRAURIGES JAHR !!

Doch im Laufe des Jahres rauften sich die Möhnen zusammen und fanden ihre neue“ gute Stube“ in der Golfklause bei HANS und RESI KÜPPER.

Das 40jährige Jubiläum wurde nicht besonders gefeiert. Eine lange zeit in diesen 40 Jahren waren wir verbunden mit MARIA FUCHS und LISBETH TIBI. Auch ROSI SCHÄFER, SONJS HEIBEY, DORIS MUß und KARIN DECKER verstärkten einige Jahre die Möhnengruppe.

Wurde noch 1983-wie in der Zeitungsmeldung zu lesen-

Zwischen Stadtbürgermeister und Obermöhn über eine auf Rollen zu setzende Mehrzweckhalle, die dann nach Bedarf nach Heister gerollt werden könnte, gelästert- war es 1991 tatsächlich Wirklichkeit geworden: in Heister stand ein neues Bürgerhaus-mit ausreichend großem Saal-mit akzeptabler Küche-jedoch leider ohne eine Umkleidemöglichkeit für die Auftritte.Trotzdem war die Freude groß-die allerdings durch die Golfkrise zerstört wurde.

Der Karneval fiel aus. Die Unkeler Damenkomitees versammelten sich in der Unkeler Pfarrkirche zu einem Friedensgottesdienst.

Obwohl in der Welt immer noch kein Frieden herrschte-das rheinische Temperament brach durch und die Möhnen feierten im neuen Haus. Viel Arbeit gilt es jedoch zu bewältigen : den Saal schmücken -für Musik und Verzehr sorgen,usw,usw. Jetzt zeigt sich der Wert der Möhnenmänner - ohne sie könnte der Weiberfastnacht nicht stattfinden - sie sind zu den treuesten Mitarbeitern geworden. So feierten die Heisterer Möhnen im Jahr 1996 das 50jährige Bestehen, hoffend, dass sie noch viele weitere Jahre diese karnevalistische Tradition fortführen können und sich immer wieder Frauen finden, die keine Mühen scheuen, sich und anderen Menschen Freude zu bereiten.

1996 waren als aktive Möhnen dabei: EDITH KENN, DOROTHEE DILLER, LISBETH ENGELS, BRIGITTE BÖGE, KARIN FUCHS, RITA JÄGER, DORIS KROPP, BARBARA DUNG, TONI MAY, EDITH BUCHMÜLLER, ANGELKA HELBIG, HELGA RICHARZ, und als Obermöhn MARIANNE NUßBAUM.

Quelle: Festschrift zum 50. Jubiläum

 

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